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19.8.2017 : 20:48 : +0200

Störche 2017

Die Störche sind zurück. Der Heimatverein Steyerberg freut sich, dass das Storchenpaar wieder auf der Meyersiekschen Mühle angekommen ist. Mit sechs Tagen Abstand kamen die beiden nacheinander an und nahmen das Nest in Beschlag. Der erste Storch kam am 21. Februar 2017, der zweite Storch am 27. Februar 2017 an.

Es wurden drei Eier ausgebrütet und drei Jungstörche schlüpften aus den Eiern. Foto vom 12. Juni 2017.
Nun sind die drei Jungstörche schon bald flügge. Zwei machen schon Flugversuche. (09. Juli 2017)

Weißstörche im Landkreis Nienburg 2016

Weißstörche im Landkreis Nienburg im Jahre 2016 ( Abschlussbericht )

Rückkehr der Störche und Horstbesetzung

Mit dem erstmals nicht weg gezogenen Storch in Düdinghausen und dem vor Ort verblieben Brutpaar in Anemolter ist die Zahl der „Überwinterer“ im Landkreis auf nunmehr acht angewachsen. Alle Störche haben den milden Winter problemlos überstanden.

Vermutlich auch witterungsbedingt sind die „Westzieher“ im Vergleich nochmals früher zurück gekommen. Die ersten Störche trafen schon Ende Januar ein, eine große Anzahl dann im Februar. Bis Mitte März war fast die Hälfte der Nester im Landkreis mit Paaren besetzt.

Die Rückkehr der „Ostzieher“, deren Zugweg über den Bosporus und den Vorderen Orient ins östliche Afrika führt, erfolgte in diesem Jahr von der letzten März-Dekade bis in den Mai hinein.

Früh verpaarte Störche hatten schon Ende März Eier gelegt bis zu sieben Wochen vor dem Legebeginn der letzten „Nachzüglern“.

Der positive Trend im Nienburger Brutbestand hält nach wie vor an. Während sich an zwei Vorjahresnestern nur kurzfristig Störche gezeigt haben (Schessinghausen, Münchehagen), gibt es jetzt erstmals ernsthafte Brutversuche in Dahlhausen, Wenden, Binnen und ein neues, drittes Paar in Rehburg am Ortsausgang Richtung Loccum.

Insgesamt waren 37 Nester im Landkreis mit Paaren besetzt – 2 Paare mehr als im Vorjahr

Der Zuwachs an Brutpaaren entspricht dem weiterhin positiven Trend der Population vor allem bei den West-Störchen.

Brutverlauf

Beim Weißstorch hängt der Bruterfolg ab vom Nahrungsangebot der Saison, von der Bruterfahrung der Eltern sowie vom Wetter.

Das Nahrungsangebot war unauffällig und gut. Ungünstig aber war über die ganze Saison hinweg das Wetter. Ende April sind bei den Frühbrütern die ersten Jungen geschlüpft – zu einem Zeitpunkt, als es einen Kälteeinbruch mit (Nacht-)Temperaturen nahe Null Grad und Niederschlägen gab. In Eystrup, Winzlar und Schamerloh sind in der Folge alle Jungstörche umgekommen.

Zu kalt und nass war es nochmals zum Zeitpunkt der Eisheiligen und der Schafskälte. Vor allem Ende Mai und dann den Juni hindurch gab es zuviel Regen. Dauernässe und niedrige Temperaturen bedeuten für die exponiert sitzenden Nesthocker vielfach den Tod. Sie verklammen, reagieren nur noch apathisch und werden dann von Eltern abgeworfen. Betroffen waren in diesem Jahr alle, auch die späteren Bruten. Überall dort, wo noch ein oder auch zwei Jungstörche ausgeflogen sind, haben vermutlich bruterfahrene Eltern den Totalverlust verhindern können.

An einigen Nestern hat es erneut heftige Kämpfe mit Paar- und Partnerwechsel sowie Ei- oder Jungen-Verlusten gegeben (Schamerloh, Uchte, Leese, Anemolter, Kroge und Bolsehle).

Insgesamt sind im Landkreis 17 Bruten gescheitert. Das ist mit 45,9% fast die Hälfte aller besetzten Nester gewesen.

Die 20 erfolgreichen Paare haben lediglich 42 Junge aufgezogen.

Das sind 1,14 Junge pro Paar bezogen auf alle Paare.

Das ist ein schlechtes Ergebnis, das dem ungünstigen Wetter und den vielen Kämpfen geschuldet ist.

Erfreulich sind die Brutergebnisse in Drakenburg (5 Junge) und in Diepenau (4 Junge).

2016 ist mit Blick auf den Bruterfolg als „Störungsjahr“ einzuordnen. Dennoch gibt es keinen Anlass zur Sorge. Die Paarzahl ist nochmals angewachsen. Auffällig waren in diesem Sommer zudem die vielen Nichtbrüter im Raum, die populationsbiologisch gesehen die Brutreserve der Zukunft bedeuten.

Dr. Reinhard L ö h m e r / Klohestr. 13 / 30519 Hannover / Tel.0511 – 834696

( 12.10.2016 )

 

Störche auf der Meyersiekschen Mühle in Steyerberg 2016

Bitte klicken sie auf das Bild für ein Video.
03.März 2016
03.März 2016
13.Juni 2016
04.Juli 2016
04.Juli 2016
17.Juli 2016

Störche 2015 auf der Meyersiekschen Mühle in Steyerberg

Der Storch auf der Meyersiekschen Mühle

Das Warten hat sich gelohnt.

Nach über 50 Jahren gibt es in Steyerberg wieder ein Storchenpaar. 

In Steyerberg ließen sich in jüngster Vergangenheit viele Menschen beobachten, die an der Meyersiekschen Mühle stehengeblieben sind und ihren Blick zum Dach der Mühle richteten. Vor fast 10 Jahren wurde ein Nest errichtet und auf dem Dach der Mühle platziert. Horst Lausch, Vorstandsmitglied des Heimatvereins Steyerberg,war maßgeblich beteiligt als der Unterstand des Nestes gezimmert wurde.

Horst Lausch zimmerte den Unterstand des Nestes. Dank Firma Pfeiffer, wurde die Nestkonstruktion mit einem Kran auf das Dach gehievt. Jens Meyer half Horst Lausch beim anbringen des Unterstandes. Das Herrichten des Nestes nahm Günter Stief vor.

Jetzt trägt die Arbeit ihre Früchte und die Steyerberger freuen sich über die Neuankömmlinge.

Einzelne Störche haben immer mal angehalten, sind dann aber wieder weitergeflogen. Sie waren nur auf der Durchreise. Erst jetzt hat es mit einem sesshaften Pärchen funktioniert. Das Storchenweibchen trägt einen schlaufenlosen Alu-Ring der Vogelwarte Hiddensee.

Sie wurde im Jahr 2000 in Leipzig geboren und beringt, tauchte 2007 erstmals im Landkreis Nienburg auf. Von 2007 bis 2009 war sie Brutvogel in Stolzenau. 2010 konnte sie sich als zu spät heimkehrendes Tier in Stolzenau nicht durchsetzen. Das Nest war schon belegt.

Daraufhin wich das Storchenweibchen nach Landesbergen aus. Da sie das Nest in diesem Jahr erneut besetzt vorfand mußte sie erneut ausweichen und fand in Steyerberg eine neue Heimat.

Sie hat schon viermal erfolgreich gebrütet und 10 Junge aufgezogen. Man war in Steyerberg optimistisch das es auch dort mit dem Nachwuchs klappt. Eier liegen schon im Nest, wir hoffen das alle überleben. Das wird zuerst davon abhängen das genug Nahrung vorhanden ist, meint Heinrich Hemker 1. Vorsitzender des Heimatvereins.

Auch in Steyerberg fühlt sich Meister Adebar offentsichtlich wohl, und sorgt daher auch für Nachwuchs. Das Nest auf der Meyersiek`schen Mühle wird schon langsam zu eng.Vier junge Störche sind schon prächtig ernährt worden und warten schon auf den Ausflug.

Jetzt konnte Werner Schröter vom Vorstand des Heimatvereins Steyerberg die vier kleinen Störche fotografieren und alle vier Köpfe erhaschen.

Die kleinen Störche sind schon größer geworden und üben schon für den Abflug. Aufgenommen am 29.Juli 2011.

 

Die Störche werden jetzt bald abfliegen. Aufgenommen von Hannelore Meyersiek am 18. August 2011.